Es war wohl die schrecklichste Meldung für die PC-Community von Call of Duty: Modern Warfare 2: Die Dedicated Server verschwinden ins Nichts! Infinity Ward möchte in der neuen Auflage der Shooter-Serie ein neues System einführen und dem PC-Spieler mehr bieten, als je zuvor. Doch funktioniert dieser Schritt überhaupt ohne den Dedicated Servern? Wir haben für euch die gesamte Geschichte rund um den Wegfall der beliebten Server zusammengefasst. Von Petition bis zur Infinity Ward Entscheidung!
Am 10. November dieses Jahres dürfen sich Shooter-Freunde die Hände reiben, denn dann erscheint Call of Duty: Modern Warfare 2 für den PC, Sony's PlayStation 3 und für Microsoft's XBOX 360. Entwickler ist Infinity Ward, welcher sich besonders auf das Online-Spielen für die PC-Community konzentriert hat. So sorgten die letzten Tage für reichlichen Wirbel bei der Zocker-Gemeinschaft. Somit verschwinden die beliebten Dedicated Server ins Software-Jenseits.
Was ist ein Dedicated Server?
Bereits in Call of Duty 4: Modern Warfare können die Spieler auf Dedicated Server zugreifen. Diese ermöglichen die Betreiber das Einbinden von Modifikationen, oder spezielle Server-Eigenschaften. Besonders für Entwickler der Custom-Addons waren die Dedicated Server beliebt, da diese ihre Entwicklungen ausschließlich auf diesen Servern laufen lassen können. Hinzu kommt der Server-Browser, welcher euch aktuelle Matches anzeigt. Hier konntet ihr zwischen den Maps, Eigenschaften und Modi filtern.
Wieso verschwinden die Server?
Der Entwickler Infinity Ward möchte dem Spieler ein besonderes Interface anbieten, welches sich IWNET nennt. Dieses wird ähnlich wie das Battle.net aufgebaut sein, welches bereits bei StarCraft 2 zum Einsatz gekommen ist. Der Spieler hat die Möglichkeiten, private Schlachten zu starten, eine Freundesliste zu führen, Nachrichten über diese zu schreiben und vieles weitere. Für Clans gibt es einen besonderen Vorteil: Ihr könnt private Matches starten und nach euren Eigenschaften anpassen. Jedoch fallen die beliebten Modifikationen weg, die wir bereits im oberen Punkt erwähnt hatten.
Ein weiterer Faktor ist, dass Infinity Ward gegen die Raubkopierer ankämpfen möchte. So soll es dem illegalen Spieler schwerer gemacht werden, den Online-Modus von Call of Duty: Modern Warfare 2 zu nutzen. Der Entwickler gibt bekannt, dass im Vorgänger ein hoher Anteil an illegalen Versionen den Weg ins Online-Match geschafft hat. So liegt der Prozentsatz bei 60, wie Infinity Ward berichtet.
Eine Online-Petition, die eine Welle geschlagen hat!
Nachdem der Community Manager Robert Bowling die Meldung überbracht hat, das Steam- sowie IWNET-Pflicht besteht und die Dedicated Server verschwinden, gab es viele Aufrufe von Mitgliedern von Clans oder Call of Duty-Communities. Es wurde eine Online-Petition gestartet, welche innerhalb weniger Tage über 100.000 Einschriften einfahren konnte. Ein Zeichen, welches die Community setzen wollte. Selbst der Community Manager Robert Bowling hat sich der Petition zugewandt und allen Infinity Ward-Entwicklern die "Unterschriften-Aktion" unter die Nase gerieben. Leider ohne Erfolg, denn die beiden Chefs von IW Jason West und Vince Zampella äußerten sich zu diesem Thema und betonten eines: Die Dedicated Server werden Geschichte bleiben. Man möchte dem PC-Spieler lieber das IWNET anbieten.
Im Klartext bedeutet dies: Wir dürfen uns zwar auf einen tollen Service von Infinity Ward und Steam freuen, doch Modifikationen auf Servern und das Vermieten wird wohl nicht mehr zutreffen. Mit Call of Duty: Modern Warfare 2 erscheint am 10. November 2009 ein neuer Shooter, welcher umstrittener als jeder Vorgänger ist.